Slow Fashion Container



Gemeinsam einen Container mit Bio-Baumwolle von Kleinbauern aus Mali füllen, exportieren und die daraus hergestellten Bio-Textilien in die Schweiz liefern lassen – das war das Ziel des „Slow Fashion Container“. Sie sind eine von über 1‘000 Personen, die bei dieser besonderen Crowd-Ordering-Aktion ein T-Shirt oder Bettwäsche bestellt haben – herzlichen Dank für Ihr Engagement! Damit haben Sie gezeigt, dass es auch in der Schweiz ein Bedürfnis nach fair produzierter Kleidung gibt. Das ist wichtig, denn erst die steigende Nachfrage führt dazu, dass Textilfirmen Einkauf und Produktion nachhaltiger gestalten.

Auf der Plattform Marktzugang unseres Partners gebana konnten Sie während eines Jahres mitverfolgen, wie Djènèba Diallo und weitere Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aus Mali die Baumwolle für Ihr Produkt angepflanzt, gepflegt und geerntet haben.

Das Ziel von Bestellungen im Gewicht von 100‘000 T-Shirts – so viel braucht es, um einen Container zu füllen – war sehr hoch gesteckt.

Die Bestellungen aus dem Crowd-Ordering haben keinen ganzen Baumwoll-Container gefüllt. Dieser ist aber die kleinste Einheit, für die sich ein Export für die Produzentinnen und Produzenten im Süden lohnt. Der Versand kleinerer Mengen ist viel zu teuer; Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Dank der Zusage von Hessnatur, die restliche Baumwolle abzunehmen, hätte der Container doch noch gefüllt werden können.

Hessnatur ist ein Pionier auf dem Gebiet der nachhaltigen Mode aus Deutschland. Er ist führender Anbieter von ökologischer Kleidung, die unter fairen Bedingungen produziert wird. Leider hat es die Baumwollproduzenten-Vereinigung in Mali versäumt, zusätzlich zur normalen Bio- rechtzeitig auch eine sogenannte GOTS-Zertifizierung durchführen zu lassen. Für die Produktion hat der Einsatz von GOTS-zertifizierter Baumwolle für Hessnatur aber höchste Priorität. Die Baumwolle kann daher so nicht eingesetzt werden, der Container nicht geliefert werden.

Glücklicherweise entsteht für Djènèba Diallo und die anderen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aus Mali kein finanzieller Nachteil. Sie konnten ihre aktuelle Ernte zu einem guten Preis verkaufen. Ihre qualitativ hochwertige bio- und Fairtrade-zertifizierte Baumwolle stösst derzeit auf grosse Nachfrage, da sich immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten für nachhaltige Mode entscheiden.