Produzenten & Pflegehinweise

 

Produzenten

Lateinamerika

Glas: Copavic Cantel, Guatemala
Zur Herstellung dieser Glaswaren wird ausschliesslich Recycling-Glas verwendet. Nach der Reinigung wird das Glas bei 800°C bis 1000°C geschmolzen. Anschliessend wird die glühende Masse mundgeblasen oder in eine Form gegossen. Die Cooperative Copavic aus der Region Quetzaltenango in Guatemala wurde 1976 als selbstverwaltete Genossenschaft gegründet. Sie bietet ihren Arbeitern faire Arbeitsbedingungen und gute Sozialleistungen.

Webwaren: El Puente, Guatemala
Diese Webwaren werden in Guatemala von der indigenen Landbevölkerung hergestellt. Beim traditionellen Weben am Hüftwebstuhl wird eine Seite an einem Baum befestigt, die andere mit einem Gurt um die Hüfte. Andere Artikel werden auf herkömmlichen Pedalwebstühlen gewoben. Die nicht gewinnorientierte Organisation El Puente wurde 1996 gegründet. Sie verschafft lokalen Produzentengruppen Zugang zum Markt und Exportgelegenheiten. Dadurch können sie  höhere Gewinne erwirtschaften, was ihnen eine bessere Lebensqualität ermöglicht.

Leder: Asociación de Artesanos en Cueros Caacupé, Paraguay
Der Handwerkerverband «Asociatión de Artesanos en Cuero y Marroquinería de Caacupé» wurde 1980 gegründet. Die Vereinsmitglieder, allesamt Männer, sind gelernte Sattler. Heute stellen sie vor allem Taschen und Lederaccessoires her. Der Verein bildet auch Lehrlinge aus. Die Produkte werden aus der obersten Schicht der Tierhaut hergestellt. Diese ist besonders fein und langlebig. Gegerbt wird ohne Chrom und in der lokalen Gerberei. Mit dem Kauf dieser Produkte unterstützen Sie die gesamte Produktionskette und tragen zur Verbesserung der ökonomischen Situation der Gemeinschaft in Caacupé, einer Kleinstadt im Westen des Landes, bei.

 

Asien

Keramik: Phuong Ceramics, Vietnam
Schon seit drei Generationen stellt der Familienbetrieb Dung Huong Ceramic im Dorf Bat Trang formschöne Gegenstände aus Keramik für den täglichen Gebrauch her. Der verwendete Ton wird unweit des Dorfes gewonnen. Im Atelier wird er gereinigt und in Mulden gegossen. Sobald der Ton trocken ist, werden die Objekte aus der Form herausgelöst. Die Ränder werden von Hand abgedreht und wo nötig werden noch Einzelteile  angepasst. Danach werden die Fabrikate mit speziellen Glasuren und Farben versehen und im umweltfreundlichen Gasofen gebrannt. Dieses traditionelle Handwerk kann dank der Weitergabe des Wissens und den unternehmerischen Bemühungen der Besitzerfamilie erhalten werden. Die Arbeiter haben dadurch ein gesichertes Einkommen zu fairen Arbeitsbedingungen.

Bambus: Chinh Cham Ceramic, Vietnam
Die Herstellung von lackierten Produkten aus Bambus gehört zu den ältesten Kunsthandwerken in Vietnam. Als Basis dient gerollter und gepresster Bambus, der in Handarbeit poliert und mit bis zu 16 Schichten Lack versehen wird. Die Gegenstände sind nicht nur dekorativ, sondern auch sehr langlebig. Beim Produzenten Chinh Cham Ceramics haben die Arbeiter eine wertvolle Arbeit in einem guten Arbeitsumfeld und erhalten einen sicheren und gerechten Lohn. Durch die sorgfältige Produktion kann das traditionelle Handwerk an die nächsten Generationen weitergegeben werden.

Seide: Ideale, Vietnam
Seide wird in Vietnam seit Jahrhunderten hergestellt und dies oft seit Generationen in kleinen Dorfgemeinschaften. Das Fairtrade-Projekt, das 1995 von zwei Schweizern ins Leben gerufen wurde, engagiert sich für gerechte Arbeitsbedingungen für die Partner in Laos und Vietnam und den Erhalt des traditionellen Handwerks. Dieses ist durch die Globalisierung stark gefährdet. Die Herstellung der Seidenstoffe erfolgt nach strengen ökologischen Richtlinien.

Papier: Nepali Paper Products, Association for Craft Producers (ACP), Jamarko und Nepal Women's Craft , Nepal
Das Nepalpapier ist eines der edelsten handgeschöpften Papiere der Welt. Das Schöpfen von Lokta-Papier ist eine der ältesten Traditionen Nepals. Das Papier wird aus der Rinde des Lokta-Busches (Seidelbast) hergestellt, der auf 2000 bis 3000 m über Meer wächst. Es ist besonders fest und kann sehr gut beschrieben werden. Lieferanten dieser schönen Papierprodukte sind drei Familien aus Kathmandu. Für den ganzen Herstellungsprozess erhalten rund 4000 Familien aus abgelegenen Bergdörfern ein wichtiges Zusatzeinkommen.

Paschminas: Manaslu Pashmina Arts, Nepal
Der Name «Paschmina» stammt aus dem Persischen und bedeutet ursprünglich «ein Tuch aus Wolle und Seide». Die hochwertigen Paschminas von Helvetas  werden aus Seide und dem feinsten Unterhaar der Kaschmirziege hergestellt. Nach dem Weben werden die Schals stundenlang geknetet und gebürstet. Die Fransen werden von Hand gedreht. Die Weberei Manaslu Pashmina ist ein Familienunternehmen aus Kathmandu, in dem das tradtionelle Weben von Paschminas seit mehreren Generationen weitergegeben wird. Das soziale Unternehmen bietet fortschrittliche Arbeitsbedingungen und beschäftigt 30 Personen, mehrheitlich Frauen.

Filz: Association for Craft Producers (ACP), Nepal
Filzprodukte aus Nepal Die Filzprodukte von Helvetas werden in Kathmandu von Handwerkerinnen, oft alleinerziehende Frauen ohne Schulabschluss und Berufsausbildung, hergestellt. Diese Frauen werden von der nepalesische Frauenorganisation Association for Craft Producers (ACP) betreut. Sie setzt sich für die Aufwertung des traditionellen Handwerks ein und schafft damit für viele Arbeiterinnen eine Lebensgrundlage. Diese erhalten neben Lese- und Schreibkursen und einer Ausbildung auch sehr gute Sozialleistungen. Für die Kinder besteht ein spezieller Stipendienfonds. Die ACP sorgt auch für eine gerechte Verteilung der Aufträge, die Rohstoffbeschaffung, die Qualitätskontrolle und Produktentwicklung sowie  Vorfinanzierungen und angemessene Preise.

Bio-Baumwolle: Armstrong, Indien
«Sichere Stelle in sozialem Unternehmen mit fairem Lohn und geregelter Arbeitszeit, medizinischen Leistungen, Schule für die Kinder. Und: Yogaklassen für alle!» Im modernen Betrieb des indischen Textilherstellers Armstrong Knitting Mills sind diese Bedingungen selbstverständlich. Jede Woche kommt eine mobile Klinik, um das Personal zu betreuen. Die Augenklinik behandelt auch Mittellose aus der Umgebung. «Wir haben zudem eine Schule für die Kinder der  Mitarbeitenden», meint der CEO des Familienunternehmens Vivekananda . «Und wir unterstützen weitere Schulen in der Umgebung.» Da werden Kinder aus ärmeren Familien kostenlos unterrichtet. Der Betrieb setzt auch in anderer Hinsicht auf Nachhaltigkeit: Der Leitspruch lautet «Go organic» - Setzt auf Bio. Armstrong arbeitet ausschliesslich mit umweltverträglichen Farben und die Baumwolle ist aus biologischem Anbau.

Bio-Baumwolle: Elmer Zweifel Cotonea, Kirgistan
In enger Zusammenarbeit mit Helvetas engagiert sich Cotonea seit 2004 intensiv für den Biobaumwollanbau in Kirgistan. Das Land ist fruchtbar und natürlich durch Regen bewässert. Monokultur wird vermieden und eine Fruchtfolge eingehalten, so bleibt der Boden fruchtbar. Auf eine chemische Behandlung der Felder (Dünger und Pestizide) wird komplett verzichtet. Die Ernte der Baumwolle erfolgt von Hand, so wird eine höhere Qualität erzielt. Giftige Entlaubungsmittel, wie bei der maschinellen Ernte, werden nicht eingesetzt. Jeder Fertigungsschritt – Spinnen, Weben, Veredlung und Konfektion – erfolgt auf höchstem ökologischem Niveau und wird regelmässig überprüft, verbessert und zertifiziert.

 

Afrika

Schmuck: div. Produzenten auf dem Markt N'golonina in Bamako, Mali
Für die Ketten werden alte, aber auch moderne Perlen verarbeitet. Diese werden mit originellen Elementen kombiniert, die durch die kreative Wiederverwertung von Abfallprodukten entstehen. Auch die Designs stammen von alten Motiven, ergänzt mit eigenen Ideen. Die Arbeiter des Kunsthandwerkmarktes N’golonina sind froh um jeden Auftrag. Diese sichern ein gutes Einkommen, so dass sie bei ihren Familien bleiben können und nicht im Ausland nach Arbeitsmöglichkeiten suchen müssen.

Hornschmuck: Shanty Craft, Mosambik
In Maputo, Mozambique, wird das Horn des Zeburinds zu Schmuckstücken verarbeitet. Die geeigneten Hörner werden von Hand verlesen und zur Verarbeitung erhitzt, flachgepresst, gesägt, geschliffen und poliert. Jedes bearbeitete Stück hat seinen eigenen Farbverlauf. Zebuhorn ist sehr beständig und seine natürliche Schönheit machen den Schmuck individuell und zeitlos. Dieses Handwerk ermöglicht lokalen Männern und Frauen ein regelmässiges Einkommen zu einem fairen Lohn unter gerechten Arbeitsbedingungen.

Bogolan: Atelier N'domo, Mali
Bogolan ist eine westafrikanische Färbetechnik mit typischen starken Hell-Dunkel-Kontrasten und meist grafischen Mustern. Für die Koloration werden pflanzliche Farben verwendet, die aus Blättern und Baumrinden (Ngalama oder Npeku) hergestellt werden. Die Stoffe aus Bio-Baumwolle werden im Atelier N’domo von Boubacar Doumbia und seinen Mitarbeitern bemalt. Doumbia unterstützt junge Menschen beim Einstieg ins Erwerbsleben, indem er jährlich Lehrlinge ausbildet. Dadurch trägt er zum Erhalt eines alten, malischen Handwerks bei.

Bast: Atelier Mi'Art, Madagaskar
Im Atelier Mi’Art in der Hauptstadt Antananarivo werden allerlei Artikel aus Bast, vor allem Raffia, hergestellt. Die Palmen, die diesen besonderen Bast liefern, sind auf der Insel weit verbreitet.Die Arbeiter werden auch bei der Entwicklung der Produkte einbezogen. Das Atelier bietet 30 Frauen und Männern eine feste Arbeitsstelle. Die Löhne sind fair, für Männer und Frauen gleich, und werden entsprechend dem Alter, der Erfahrung und der Anzahl Produkte angepasst. Auch Überstunden werden ausbezahlt. Zusätzliche Leistungen sind subventionierte Essen und regelmässige Weiterbildungen.

Seife: Frauenvereinigung Zoodo, Burkina Faso
Die Seifen werden aus den Früchten der wild wachsenden Karitébäume hergestellt. Eine Kooperative mit über 1000 Frauen kümmert sich um die traditionelle Verarbeitung der Früchte zu Butter, auch bekannt als Shea-Butter. Die Weiterverarbeitung zu Seifen erfolgt durch die Frauenvereinigung Zoodoo. Diese setzt sich insbesondere für junge Mädchen ein, um deren Stellung in der Gesellschaft zu verbessern. Durch den Export der Seifen erhalten alle Beteiligten ein faires Einkommen für ihre harte Arbeit.

Bio-Baumwolle: Elmer Zweifel Cotonea, Uganda
Cotonea Baumwolle wird im Nordwesten von Uganda kontrolliert biologisch angebaut. Das Land ist fruchtbar und natürlich durch Regen bewässert. Monokultur wird vermieden und eine Fruchtfolge eingehalten, so bleibt der Boden fruchtbar. Auf eine chemische Behandlung der Felder (Dünger und Pestizide) wird komplett verzichtet. Die Ernte der Baumwolle erfolgt von Hand, so dass eine höhere Qualität erzielt wird. Giftige Entlaubungsmittel, wie bei der maschinellen Ernte, werden nicht eingesetzt. Jeder Fertigungsschritt – Spinnen, Weben, Veredlung und Konfektion – erfolgt auf höchstem ökologischem Niveau und wird regelmäßig überprüft, verbessert und zertifiziert.

 

Pflegehinweise

Textilien aus Baumwolle: Waschen bei 40°C, Trocknen im Tumbler bei Stufe 1 möglich

Strick: Waschen bei 30°C im Wollprogramm, nicht im Tumbler trocknen

Bettwäsche, Fixleintücher und Frottierwäsche: Waschen bei 60°C, Trocknen im Tumbler möglich, nicht Chloren

Moltons: Waschen bei 95°C, Trocknen im Tumbler möglich

Taschen und Rucksäcke aus Baumwolle: Waschen bei 40°C, nicht im Tumbler trocknen, weder Chloren noch chemisch Reinigen

Glas: Die Trinkgläser und kleinen Schalen von Copavic sind äusserst robust und Hitzeresistent. Sie können problemlos im Geschirrspüler gewaschen werden. Die Karaffen und Vasen hingegen mögen diese Art von Reinigung nicht gut vertragen. Es empfiehlt sich, diese Produkte von Hand zu reinigen.

Webwaren: Reine, handgewobene Baumwolle, teilweise mit synthetischem Innenfutter. Bei 30Grad mit ähnlichen Farben waschen, da die Färbung ausblutet. Am besten von Hand waschen und noch feucht in Form ziehen. Nicht im Tumbler trocknen. Kann von aussen gebügelt werden.

Leder: Wenn Möglich von Nässe fernhalten, vor allem helle Farbtöne können eine Farbveränderung aufweisen bei Wassereinwirkung. Bei Bedarf mit Lederpflegemittel polieren.

Horn: Alle unsere Hornteile werden von Hand geschnitten, geschliffen und anschliessend mit verschiedenen Schleifpapieren kratzfrei poliert, was den Teilen einen natürlichen Glanz verleiht. Dieser Glanz ist jedoch nicht von Dauer:

       - Die Hornteile werden durch das Nichttragen etwas matter. Reiben Sie ihr Schmuckstück deshalb vor dem Tragen mit einem feinen Lappen ab (von Seide
         über Wolle bis Polyester).
       - Bei starkem schwitzen im Sommer kann der Schweiss das Horn etwas austrocknen. Reiben Sie ihre Schmuckstück nach dem Tragen mit einem feuchten
         Lappen ab, verreiben Sie ein klein wenig  Körperöl oder –creme zwischen Ihren Händen und reiben sie die trockene Stelle damit ein.  Am schönsten bleibt
         Horn durch häufiges tragen auf der Haut, da das Horn durch unser Hautfett und das Auftragen von Körperölen und –crèmen genährt wird.

Keramik: Die Produkte sind Spülmaschinenfest.

Bambus: Nicht  Spülmaschinenfest. Von Hand mit einem feuchten Lappen und etwas Spülmittel abwischen, langer Kontakt mit Spülwasser vermeiden.

Seide: Handwäsche (oder entsprechendes Programm in der Waschmaschine) bis 30 °C mit Waschmittel für Seide oder mildem Shampoo. In ein Frotteetuch einwickeln und leicht ausdrücken.  An der Luft trocknen, dabei direktes Sonnenlicht vermeiden. Bei niedriger Temperatur von der Rückseite her bügeln.

Bogolan: Handwäsche mit milder Seife. Schal nicht zu lange im Wasser lassen. Nach dem waschen gut ausdrücken. Zum Trocknen aufhängen.

Mali Baumwolle (Comatex Stoff): Die Baumwolle stammt aus dem Helvetas Projekt und ist aus Bio-Qualität verarbeitet und gefärbt in einer der wenigenTextilfirmen im Lande. Waschen bis 40Grad, an der Luft trocknen.

Paschminas: Chemische Reinigung oder Handwäsche mit einem milden Waschmittel und kühlem Wasser. Siehe auch Seide.