Nachhaltigkeit

Für Helvetas Fairtrade ist die Nachhaltigkeit das wichtigste Ziel, wobei wir Nachhaltigkeit im Sinne einer ökonomisch erfolgreichen Tätigkeit unter grösstmöglicher Berücksichtigung ökologischer und sozialer Ebenen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verstehen. Dabei stehen für Helvetas Fairtrade vor allem die Natur und Menschen in den Entwicklungsländern im Zentrum der Aktivitäten. Helvetas Fairtrade entwickelt im Moment den Helvetas Code of Business Practice, mit dem wir eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lieferanten des Südens sauber regeln wollen. Sowohl die Lieferanten, wie auch Helvetas verpflichten sich, gewisse Richtlinien einzuhalten. Mit Workshops und Dialog sollen die Beziehungen verstärkt werden.

Weitere Informationen zum Thema Helvetas Code of Business Practice finden Sie unter Helvetas Code of Business Practice.

Wo immer möglich nutzt Helvetas bestehende Premium Labels und Standards. Hier beschreiben wir die wichtigsten:

 

 

Max Havelaar – Fairtrade

Helvetas gehört zu den Gründungsmitgliedern von Max Havelaar und ist weiterhin einer der Trägerwerke von Max Havelaar. Fairtrade Max Havelaar ist ein unabhängiges Gütesiegel mit transparenten Standards und einer marktunabhängigen externen Kontrolle. Die internationalen Fairtrade-Standards (FLO) enthalten Anforderungen auf allen drei Säulen der Nachhaltigkeit (Handel, Soziales und Umwelt). Was Fairtrade zusätzlich auszeichnet, ist die Förderung der selbstbestimmten Entwicklung der Produzentinnen und Produzenten und die Stärkung und Weiterentwicklung der Organisationen, die in den Standards festgehalten ist. Diese Entwicklungskriterien umfassen u.a. garantierte Mindestpreise in Zeiten tiefer Weltmarktpreise, fixe Prämien für Entwicklungsprojekte und Investitionen in die Qualität und Produktivität, Beschaffungspläne und Vorfinanzierung. Unabhängige Inspektorinnen und Inspektoren sind in regelmässigen Abständen vor Ort und kontrollieren, ob die Fairtrade-Standards eingehalten werden.

 

 

Bio-Baumwolle

Helvetas Swiss Intercooperation ist Pionier in der Förderung von Textilien aus Bio-Baumwolle. Im Jahr 1991 verkaufte Helvetas Fairtrade das weltweit erste zertifizierte T-Shirt aus kontrolliert biologisch angebauter Baumwolle. Helvetas Swiss Intercooperation unterstützt Bio-Baumwollprojekte in Mali, Benin, Burkina Faso, Tajikistan und Kirgistan. Teilweise kommt die fair gehandelte Bio-Baumwolle in den Textilien von Helvetas aus Projekten von Helvetas. Bei intensivem konventionellen Anbau werden die von Pestizid verseuchten Flächen nach mehreren Vegetationsperioden unbrauchbar für den Baumwollanbau. Die Bauern verlieren Land und Arbeit. Nicht so beim biologischen Anbau: Die Zerstörung der Böden wird verhindert und die Kosten für Pestizide und Kunstdünger können gespart werden. Für die Bauern bedeutet dies, dass sie sich nicht mehr giftigen Agrochemikalien aussetzen müssen, eine Steigerung der Fruchtbarkeit der Böden und einen bis zu 50% höheren Verkaufspreis. Die Zertifizierung der Bio-Baumwolle geschieht nach den Regeln der EU für biologischen Landbau durch anerkannte Zertifizierungsorganisationen. Weitere Informationen zum Thema Bio-Baumwolle unter www.organiccotton.org und www.bio-fair.ch.

 

 

FSC®Naturkautschuk

Der FSC®-Naturkautschuk aus den von Helvetas vertriebenen Produkten stammt aus verantwortlich bewirtschafteten Gummiplantagen, die nach den strengen FSC®-Kriterien zertifziert sind. Die Einhaltung der strengen Richtlinien wird von mehreren unabhängigen Stellen kontrolliert.

- FSC®-zertifizierte Plantagen schützen die Naturwälder vor dem Raubbau. Innerhalb der Plantage wird die Artenvielfalt gesteigert und Mindestflächen bleiben waldnah bzw. verwildern.

- Die Produkte wurden unter umweltschonenden und fairen Bedingungen hergestellt.

Verantwortungsvolle Plantagenwirtschaft ist sehr wichtig für die Umwelt, um die Böden nicht langfristig auszulaugen (FSC® regelt den Einsatz von Pestiziden und Düngern).