Gründung: 2003 (Projekt), 2008 (lokale Produzenten-Vereinigung)
Helvetas-Partner seit: 2007 
Ort: diverse Gebiete im Südwesten Kirgisistans
Produzentenzahl: ca. 1‘000
Struktur:  Produzenten-Vereinigung
Frauenanteil:  ca. 25 %
   

ProduzentInnen

2003 startete das Bio-Baumwolle Projekt von Helvetas Swiss Intercooperation in Kirgisistan mit Sensibilisierung, Aufbau von Kapazitäten und Marktforschung. Anfänglich produzierten 38 Bauern als Pioniere Baumwolle nach biologischen Richtlinien. Seit 2008 unterstützt das Projekt die Bauern durch zwei lokale Support-Organisationen: Bio Farmer Public Union und Bio Service Public Foundation. Unterdessen gehören 1000 Produzenten der Bio Farmer Organisation an. Sie sind seit 2008 nicht nur bio- sondern auch fairtrade-zertifiziert. Neben der Baumwolle bauen sie in der Fruchtfolge Bohnen, Getreide und Medizinalpflanzen an. Unterstützt werden sie dabei von der lokalen Dienstleistungs-Organisation Bio Service, besonders im Bereich des Internen Kontrollsystems (IKS) und der Bio-Zertifizierung. Helvetas Swiss Intercooperation arbeitet mit allen Akteuren der Baumwoll-Wertschöpfungskette zusammen und versucht die Baumwollproduktion und deren Handel unter fairen und nachhaltigen Bedingungen zu ermöglichen. Für die Bauern bedeutet dies, dass sie sich nicht mehr giftigen Agrochemikalien aussetzen müssen, eine Steigerung der Fruchtbarkeit ihrer Böden, Zugang zu Ausbildungsmöglichkeiten, Risikominderung durch Diversifizierung, Zugang zu Krediten und Transportmöglichkeiten, Informationsaustausch innerhalb der Bauerngruppe, eine sichere Abnahme ihrer Baumwolle und einen um bis zu 50% höheren Verkaufspreis.

 

Produkte

Aus der kirgisischen Bio-Fairtrade-Baumwolle werden Molton-Auflagen hergestellt.

 

Beitrag des Fairen Handels:

- Fair Trade-Preise für die ProduzentInnen, der Rohbaumwolle und der fertigen Textilien

- Weiterbildungsmöglichkeiten für ProduzentInnen und deren Familieinangehörigen

- Umweltschonende Produktion im Regenfeldanbau (keine Bewässerung)