Was ist Fairer Handel?

Helvetas setzt sich schon lange für gerechte Handelsbeziehungen mit Entwicklungsländern ein, auf politischer Ebene unter anderem auch via Alliance Sud. Helvetas weist auf Ungerechtigkeiten in den Handelsbeziehungen hin, wir wollen aber auch selber mehr Gerechtigkeit im Handel fördern und aufzeigen, dass dies möglich ist. Dies haben wir im Rahmen des Engagements bei der Weltladenbewegung (früher OS3, heute claro Fairtrade AG), bei Max Havelaar (Gründungsmitglied und weiter Mitglied im Stiftungsrat), dem Handelsförderungsprogramm Bio-Baumwolle des Seco und vor allem auch mit den eigenen Handelsaktivitäten im Rahmen von Helvetas Fairtrade gezeigt. Helvetas ist Mitglied von Swiss Fair Trade und anerkennt die dort festgelegten Standards.

 

Rund 2 Milliarden Menschen in Asien, Afrika und Südamerika leben in bitterer Armut, obwohl sie hart arbeiten. Die Strukturen des konventionellen Handels bieten vielen ArbeiterInnen in südlichen Regionen keine existenzsichernde Lebensgrundlage und verdrängen immer mehr Kleinproduzenten vom Markt.

 

Globaler Handel kann auch gerecht sein. Mit Fairem Handel können Menschen auf der ganzen Welt durch ihre Arbeit ein Einkommen erzielen, das ihnen und ihren Familien eine menschenwürdige Existenz sichert und langfristig eine echte Chance auf Verbesserung des Lebensstandards bietet.

 

Die Vision des Fairen Handels ist eine Welt, in der Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit im Zentrum der Handelsstrukturen und -praktiken stehen, damit jeder Mensch sich eine sichere Lebensgrundlage schaffen und sein Entwicklungspotential entfalten kann.

 

Wofür steht der Faire Handel?

 - Langfristige, stabile und partnerschaftliche Handelsbeziehungen verschaffen den Produzenten im Süden einen fairen Zugang zum Weltmarkt.

- Faire und transparente Preise sowie die Möglichkeit zur Vorfinanzierung sichern die wirtschaftliche Existenz der Produzenten und Kleinbauern.

- Existenzsichernde Löhne und die Einhaltung der ILO-Konventionen gegen Zwangsarbeit, Diskriminierung, Kinderarbeit etc. verbessern die Lebens-
  und Arbeitsbedingungen der Fabrik- und PlantagenarbeiterInnen.

- Eine soziale und umweltverträgliche Produktion mit hohem Qualitätsanspruch erfüllt die Bedürfnisse der Konsumenten in den Abnehmerländern.

- Regelmässige Überprüfungen entlang der gesamten Produktionskette des Fairen Handels garantieren den Konsumenten die Einhaltung der Fairtrade-Standards.

 

Helvetas Fairtrade arbeitet wo immer möglich mit international anerkannten, hohen Fairtrade- und Umweltstandards (Max Havelaar; Bio-Landbau; FSC Holz) und unabhängiger externer Zertifizierung. Helvetas implementiert im Jahr 2012 den “Helvetas Code of Business Practice”. Dabei soll im Dialog mit unseren Handelspartnern in den Entwicklungsländern die Situation für ArbeiterInnen, Bäuerinnen und Umwelt verbessert werden und die Benefits und Belastungen für Mensch und Umwelt festgestellt werden. Helvetas Fairtrade will zeigen, dass es möglich ist, qualitativ hervorragende und schöne Produkte anzubieten aus Fairem Handel.

Weitere Informationen zum Thema Helvetas Code of Business Practice finden Sie unter Helvetas Code of Business Practice.